Ecken und Kanten

 

Wo Ecken sich runden und Kanten sich glätten
Und du langsam der wirst den alle gern hätten
Dann spürst du in dir geht etwas verloren
Wird auch nie mehr aus dir selbst neu geboren.

Trauerst dem Licht nach das dir schien in der Nacht
Als schlaflos du dalagst die Gedanken so wach
Und als du versuchtest es festzuhalten
Wich es dir aus um dann zu erkalten.

Du sagst dass du kämpfst du bist ein Soldat
Denn vor allem andern steht für dich die Tat
Doch weil deine Hände gebunden sind
Bist du wieder klein wie damals als Kind.

Dem Päckchen das sie dir aufgeschnürt
Deine Aufmerksamkeit ganz besonders gebührt
Wie dem Licht das du versuchst festzuhalten
Das dir stets ausweicht um dann zu erkalten.

Wenn Ecken sich runden und Kanten sich glätten
Und du langsam der wirst den alle gern hätten
Suchst du ratlos das was verloren ist
Und kommst nicht darauf dass du selbst es bist.

©MarionWelter

 

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